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Umbau Villa Sonnenschein / aus dem Gemeinderat

Eine Stellungnahme  von unserem Gemeinderat Hans Peter Rist

Hans Peter Rist

Schon seit geraumer Zeit steigt der Betreuungsbedarf für Kindergartenkinder und Grundschulkinder erheblich. Dies haben in Ketsch alle Verantwortlichen in Verwaltung und Gemeinderat erkannt und handeln danach.

Bei der SPD Fraktion steht diese Aufgabe auf unserer Prioritätenliste an erster Stelle. Es ist für uns z.Zt. die Pflichtaufgabe der Gemeinde, die die größte Wichtigkeit hat. Unsere verfügbaren Finanzmittel müssen an erster Stelle hier eingesetzt werden, andere freiwillige Aufgaben und Wünsche müssen u.U. dafür zurückgestellt werden.Da es die Finanzlage der Gemeinde Ketsch im mittelfristigen Zeitrahmen  ermöglicht, investiert und plant unsere Gemeinde für Schulen, Kernzeitbetreuung, Hort und Kindergarten erhebliche Ausgaben.Trotz Kindergarten und Schulentwicklungsplan, den Ketsch schon als eine der ersten Kommunen im Kreis pflegt, war der sprunghaft angestiegene Bedarf so kaum vorhersehbar.

Deshalb müssen neben den langfristig geplanten aber auch länger dauernden Baumaßnahmen wie der Erweiterung der Alten Schule und dem Neubau des Kindergartens in der Gartenstraße auch schnelle Lösungen geschaffen werden.Mit dem Postillion Kindergarten in der Gartenstraße und dem Hort auf dem Rathausparkplatz haben wir meiner Meinung nach einen gut gelungen Anfang gemacht.Wir wissen aber auch, dass dies immer noch nicht reicht und so ist der heutige Beschlussvorschlag, die Kindertagesstätte Villa Sonnenschein von 4 auf 5 Gruppen zu erweitern, wieder ein Schritt zu einer schnellen Lösung.

Eine schnelle Lösung bedeutet für uns aber immer, keinen Kompromiss bei der Qualität der Betreuungseinrichtung zu Lasten der Kinder einzugehen.Deshalb wurden in unseren Diskussionen um die Realisierung der Erweiterung der KITA Villa Sonnenschein viele Möglichkeiten betrachtet. Unserer Meinung nach ist die vorliegende Unter einem Dach Lösung die Beste.Der vorhandene Turnraum wird samt Nebenräumen und WC`s in einem separaten Gartenhaus untergebracht, das zudem für weiteren zukünftigen Bedarf genutzt werden könnte.Die dadurch frei werdenden Bestandsräume werden zu dem zusätzlichen Gruppenraum und Schlaf bzw. Nebenraum umgebaut.

Die SPD Fraktion stimmt diesem Beschlussvorsachlag zu.

Wir gehen davon aus, dass als nächster Schritt der Antrag auf Fördermittel zügig gestellt wirdWir wünschen uns auch, dass Sie Herr Bürgermeister ihren Einfluss zu einer bevorzugten Bearbeitung bei der Genehmigung des Bauantrages einbringen werden.

Bei Plastik ist weniger mehr!

Ist eine plastikfreie Zukunft realistisch oder Utopie?

Das Thema des monatlich stattfindenden Mittwochsgesprächs der SPD, zu dem alle Bürgerinnen und Bürger immer herzlich eingeladen sind, war in dieser Woche der zur Zeit in allen Medien sehr präsente Umgang mit Müll und vor allem Plastikmüll. Geladene Gäste waren diesmal Gabi Roland, Landtagsabgeordnete und umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Baden-Württemberg aus Freiburg und Dominique Odar, SPD-Europa-Kandidatin aus Mühlhausen.

Dominique Odar

Als Expertin für die europäische Ebene berichtete Dominique Odar von der Europäischen Kunststoffstrategie und der sogenannten Einwegkunststoff-Richtlinie (Richtlinie zur Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt). Die Richtlinie sieht neben dem Verbot von unter anderem Tellern, Besteck, Wattestäbchen, Trinkhalmen, Rührstäbchen, Ballonstäben aus Einwegplastik, auch die Reduktion von weiteren Produkten wie Bechern und Lebensmittelverpackungen sowie Tabakprodukten vor. Europaweit soll es eine verbindliche Sammelquote für Plastikflaschen geben. Zudem sollen Hersteller mit in die Verantwortung genommen werden, auch um Alternativen zu schaffen und aufzuzeigen.
Weitergehend fordert die SPD das Verbot von Mikroplastik in Kosmetika sowie ein Verbot für überflüssige Plastikverpackungen.
Gabi Roland berichtete vom 5-Punkte-Plan der deutschen Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) der zur Reduzierung des Plastikmülls beitragen soll. Punkt eins betrifft die Vermeidung von überflüssigen Produkten und Verpackungen, denn was nicht produziert und in Umlauf gebracht wird, muss nicht entsorgt werden. Der zweite Punkt zielt darauf ab, Produkte und Verpackungen, die unerlässlich sind, umweltfreundlicher zu gestalten. Als dritter Baustein soll eine Erhöhung der Recyclingquote für Kunststoffverpackungen dafür sorgen, dass ein größerer Anteil der Rohstoffe wieder in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt wird. Viertens ist Plastik im Bereich der Bioabfälle zu vermeiden und Punkt fünf sieht vor, durch Technologieexport, zur Verringerung der Verschmutzung unserer Weltmeere beizutragen.
Auch auf kommunaler Ebene lässt sich hinsichtlich des Plastikmülls viel tun. So könnten beispielsweise Strafen für illegale Müllentsorgung oder auch das unachtsame „Fallenlassen“ von Verpackungen oder Zigarettenstummeln eine Lösung für das Müllproblem im öffentlichen Raum sein. Die Stadt Mannheim hat gerade eine erhebliche Erhöhung der Bußgelder für eben diese Vergehen beschlossen. Gemeinderatskandidat Jens Rebmann hebt hervor, dass ein, am besten kreisweit eingeführtes, Recup-Pfandsystem der immensen Menge an Einweg-Kaffeebechern Einhalt gebieten könnte. Dieses System sieht die Einführung von Mehrwegbechern vor, die an vielen Annahme- und Ausgabestellen erhältlich sind und zurückzugeben werden können.

Eine Trinkwasserstation zum Auffüllen. Auch unsere Tiere würde es freuen!

Ein Ketscher Becher für die Umwelt sozusagen. Ebenfalls sprach er die Hoffnung auf einen Unverpackt Laden in Ketsch an, wie es ihn in Mannheim und Heidelberg bereits gibt. Kandidatin Sandra Reiff wünscht sich, dass die jährlich stattfindende Müllsammelaktion in Ketsch noch besser beworben und in Kooperation mit den Schulen veranstaltet wird. Auch sollten die von der SPD verwendeten Tüten, anstelle der Plastiksäcke, genutzt werden. Auf diese Weise soll das Bewusstsein der Kinder schon früh dafür geschärft werden, dass achtlos fallengelassener Müll nicht einfach verschwindet, sondern mühsam wieder eingesammelt werden muss. Gemeinderat Hans-Peter Rist weist darauf hin, dass es auch in Bezug auf die Vermeidung von Plastikmüll vor allem darum geht, alte Gewohnheiten zu überdenken und auch zu verändern. Hier kann und muss jeder einzelne tätig werden, damit sich etwas verändert. Ebenso sprach er die Idee von Refill Stationen für Ketsch an. An diesen können sich die Bürger kostenlos Trinkwasser abfüllen und sind somit nicht auf den Kauf weiterer Plastikflaschen angewiesen. Eine Zukunft komplett ohne Plastik sahen die Teilnehmer als nicht realistisch an. Jedoch wäre schon die Vermeidung unnötiger Verpackungen und der bewusstere Umgang der Menschen mit der Müllproblematik ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Born begrüßt Wohngeld-Erhöhung

Daniel Born: „Die Reform des Wohngelds ist ein wichtiger Schritt“

Stuttgart. Der Schwetzinger Landtagsabgeordnete Daniel Born begrüßt den heutigen Beschluss des Bundeskabinetts, das Wohngeld zum 1. Januar 2020 zu erhöhen. Durch die Reform werden rund 180.000 Haushalte bundesweit erstmals oder erneut Anspruch auf Wohngeld erhalten. Zudem wird der Zuschuss zur Miete bei Berechtigten deutlich steigen.

Born, wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, dazu: „Von der Wohnungsnot im Land sind vor allem Menschen mit geringem Einkommen betroffen. Die Erhöhung des Wohngelds hilft hier, kann aber die eigentlichen Ursachen der Problematik nicht lösen. In Baden-Württemberg fehlen bis zum Jahr 2025 etwa 500.000 Wohnungen und schon heute finden viele Familien und Menschen mit geringem Einkommen keine Wohnung. Anstatt z.B die Gründung einer Landesentwicklungsgesellschaft zu forcieren, die auf landeseigenen Flächen Wohnungen baut und Kommunen bei der Entwicklung berät, glänzt die grün-schwarze Landesregierung aber lieber mit Machtspielchen und internem Zwist. So wird keine einzige Wohnung mehr gebaut.“

Tarek Badr feiert seinen Geburtstag

und wir wünschen unserem Gemeinderat und zweiten Vorsitzenden des Ortsvereins der SPD Ketsch alles Gute und natürlich dass er weiterhin fit und gesund bleibt um nicht nur den Fussballplatz aufzuwühlen sondern auch weiterhin offen und engagiert für die Ketscher Bürgerinnen und Bürger im Ketscher Gemeinderart. Danke für dein unendliches Engagement lieber Tarek!

Dir und Deiner Familie einen schönen und besonderen Tag heute.

 

Stadtradeln 2019 – Wir sind dabei!

Wie auch bereits in den Vorjahren , haben die Umweltgruppen Lokale Agenda 21, Umweltstammtisch Ketsch e.V. und Sonnenernte e.V. wieder ein „Offenes Team Ketsch“ gegründet und dies auch bereits registriert um bei der Kampagne „Stadtradeln“ aktiv km für den Klimaschutz zu sammeln. Ziel ist es mehr Menschen aufs Fahrrad zu bringen und das Auto auch einmal stehen zu lassen wenn es nicht gerade nötig ist.

Wir als SPD Ortsverein und unsere Kandidierenden werden sich dem „Offenen Team Ketsch“ anschließen bzw. haben dies bereits getan. Ab dem 18.Mai kann hier für 21 Tage geradelt werden. Eine tolle Sache die man, auch außerhalb des Wahlkampfes, gerne unterstützt.  Wir sind gespannt wieviel KM in diesem Jahr zusammen kommen.

Anmelden kann man sich ganz einfach über: https://www.stadtradeln.de/registrieren 

Einfach als Kommune „Rhein Neckar Kreis“ wählen und dem „Offenen Team Ketsch“ beitreten. Ihre Km können Sie auf Vertrauensbasis eingeben oder auch über die APP von Stadtradeln direkt aufzeichnen.

Für weitere Fragen kann man sich an Sonnenernte e.V. wenden unter: sonnenernte@web.de


 

von der Homepage der Kampagne www.stadtradeln.de

Hintergrund zur Kampagne

STADTRADELN ist eine nach Nürnberger Vorbild weiterentwickelte Kampagne des Klima-Bündnis, dem größten Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas, dem rund 1.700 Mitglieder in 26 Ländern Europas angehören. Mit der Kampagne steht Kommunen eine bewährte, leicht umzusetzende Maßnahme zur Verfügung, um in der Kommunikation/Öffentlichkeitsarbeit für nachhaltige Mobilität aktiv(er) zu werden. Im Rahmen des Wettbewerbs treten Teams aus Kommunalpolitiker*innen, Schulklassen, Vereinen, Unternehmen und Bürger*innen für Radförderung, Klimaschutz und Lebensqualität in die Pedale. Im Zeitraum 1. Mai bis 30. September sollen an 21 aufeinanderfolgenden Tagen möglichst viele Kilometer beruflich und privat CO2-frei mit dem Rad zurückgelegt werden. Wann die drei STADTRADELN-Wochen stattfinden, ist jeder Kommune frei überlassen.

Die Ziele

Ziel der Kampagne ist es, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, ein Zeichen für vermehrte Radförderung in der Kommune zu setzten – und letztlich Spaß beim Fahrradfahren zu haben! Kommunalpolitiker*innen als die lokalen Entscheider*innen in Sachen Radverkehr können „erfahren“, was es bedeutet, in der eigenen Kommune mit dem Rad unterwegs zu sein und dann Verbesserungsmaßnahmen anstoßen bzw. umsetzen.

Das STADTRADELN ist als Wettbewerb konzipiert, sodass mit Spaß und Begeisterung das Thema Fahrrad vorangebracht wird. Gesucht werden die fahrradaktivsten Kommunalparlamente und Kommunen sowie die fleißigsten Teams und Radelnden in den Kommunen selbst. Mitglieder der kommunalen Parlamente radeln in Teams mit Bürger*innen um die Wette. Idealerweise sollen sie beim STADTRADELN als Team-Captain in Erscheinung treten, um durch ein positives Beispiel für die vermehrte Nutzung des Fahrrades bei ihren Mitbürger*innen einzutreten. Innerhalb von 21 zusammenhängenden Tagen sammeln sie möglichst viele Fahrradkilometer – beruflich sowie privat. Schulklassen, Vereine, Organisationen, Unternehmen, Bürger*innen etc. sind ebenfalls eingeladen, eigene Teams zu bilden.

Während des dreiwöchigen Aktionszeitraums tragen Radelnde die klimafreundlich zurückgelegten Kilometer über den sogenannten Online-Radelkalender ein. Die Ergebnisse der Kommunen und Teams werden auf der STADTRADELN-Internetseite veröffentlicht, sodass sowohl bundesweite Vergleiche zwischen den Kommunen als auch Teamvergleiche innerhalb der Kommune möglich sind und für zusätzliche Motivation sorgen. Leistungen der einzelnen Teilnehmenden, mit Ausnahme der STADTRADELN-Stars, werden nicht öffentlich dargestellt.

Das STADTRADELN kann mit verschiedensten Maßnahmen unterstützt werden, um auf die Vorteile nachhaltiger Mobilität aufmerksam zu machen. Die Durchführung eines Radel-Aktionstages mit Radtouren, Informationsständen, Podiumsdiskussionen etc. bietet beispielsweise die Möglichkeit, Bürger*innen für das Radfahren zu sensibilisieren und mit zusätzlichen Akteur*innen für die Radverkehrsförderung zu werben. Eine Ideensammlung, welche Maßnahmen Kommunen zum STADTRADELN organisieren können, ist unter stadtradeln.de/materialien zu finden.

Alles Gute lieber Hassan Arnout

Zu deinem heutigen Geburtstag wünschen wir unserem Kandidaten Hassan Arnout alles Gute.

Ketscher Passanten freuen sich über rote Eier

SPD Gemeinderatskandidaten verteilen Ostereier – Bürger machen SPD über Gassenäcker-Spielplatz aufmerksam – SPD fordert Maßnahmen für sauberen Spielplatz

Bei strahlendem Sonnenschein überraschten die Gemeinderatskandidaten der SPD die Ketscher Bürgerinnen und Bürger am Samstag mit frischen und regionalen roten Ostereiern. Die Bewerber für den Gemeinderat kamen an der Bahnhofsanlage mit den Passanten ins Gespräch und freuten sich über den regen Austausch. Viele Bürger hatten schon sehr konkrete Fragen zu den Zielen und Forderungen der SPD. „Es ist wichtig, sich den Menschen vorzustellen und ansprechbar zu sein , so Kandidatin Sandra Reiff. „Kommunalpolitik lebt von der Nähe zum Bürger. Sie findet vor Ort statt und die Entscheidungen, die getroffen werden, haben meist sehr spür- und sichtbare Auswirkungen auf das Leben der Einwohner.“ „Es ist schön, mit den Bürgern zu sprechen und zu erfahren, was ihnen besonders am Herzen liegt“, freut sich Kandidat Marc Schneider.

Der Gassenäcker-Spielplatz ist nicht der sauberste

Ein Thema, das in den Gesprächen mit den Bürgern und Bürgerinnen immer wieder aufkam, war der Gassenäcker-Spielplatz. Der Spielplatz sei voller Müll und die Mülleimer seien viel zu klein. Eine kurze Begehung eines Bürgers mit Kandidaten Moses Ruppert bestätigte, dass die Mülleimer überfüllt waren und der Boden mit vielen Lebensmittelverpackungen und Eisbechern bedeckt war – und das an einem Samstag. “Morgen und am Montag sind Feiertage. Also räumt hier bis Dienstag niemand von der Gemeinde auf” berichtete der Bürger kopfschüttelnd.
SPD fordert von Gemeinde Maßnahmen für sauberen Spielplatz

Die SPD Ketsch erkennt diesen Missstand auf dem Gassenäcker-Spielplatzes. Darum fordern die Ketscher Sozialdemokraten von der Gemeinde, dass sie öffentliche Plätze und Wege wie den Gassenäcker-Spielplatz angemessen pflegen soll. Die Gemeinde soll größere Mülleimer aufstellen und in kürzeren Abständen leeren. Die SPD Ketsch ist überzeugt: “Unsere Kinder sollen nicht im Dreck spielen. Besonders, wenn er durch so einfache Maßnahmen verhindert werden kann!”

Dieses sehr konstruktive Gespräch zeige einmal mehr, wie fruchtbar offene direkte
Gespräche mit Bürgern sein können, sagte Manuel Rebmann , Kandidat der SPD, kurz
nach dem Gespräch.

 

 

Nachhaltigkeit und Möglichkeiten des Klimaschutzes als Thema!


Ketsch Bürger diskutieren über Klimaschutz – SPD Kreisräten Monika Meyer-Kuhn zu Gast – Ketsch empfiehlt Teilnahme am Klimaschutzprojekt des Bundes

Am vergangenen Mittwoch hatte die SPD wieder zu ihrem monatlich stattfindenden „Mittwochsgespräch“ geladen. Ehrengast und Referentin im Dolce&Salato der TSG Ketsch war Monika Maier-Kuhn, Kreisrätin und Gemeinderätin aus Schwetzingen, die einen spannenden Vortrag zum Thema „Nachhaltigkeit in der Gemeinde“ im Gepäck hatte. Die erste Frage, die sich Ketscher Bürger und Monika Maier-Kuhn stellten, ist was Nachhaltigkeit für den einzelnen bedeutet und wie ist diese aktuell oft gebrauchte Bezeichnung einzuordnen.

Nachhaltigkeit betrifft jede Fragestellung des kommunalen Wirtschaftens. Besonders der öffentliche Personennahverkehr kann einen wertvollen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit und Klimafreundlichkeit der Gemeinde beitragen. Ein gut ausgebautes ÖPNV-Netz entlastet die Straßen ebenso, wie es die Luftqualität verbessert und die Menschen in der Region mobiler macht. Von großer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang gut aufeinander abgestimmte Fahrpläne und eine ausreichende Frequenz der einzelnen Linien, aber auch die Barrierefreiheit der Haltestellen, damit sie wirklich für alle Bürger nutzbar sind

Ein Klimaschutzkonzept für Ketsch?

Im Januar 2019 ist die „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten im kommunalen Umfeld“ des BMU (Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit) in Kraft getreten. Diese neue Richtlinie des bestehenden Klimaschutzprogramms schafft für Gemeinden zusätzliche Fördermöglichkeiten, vor allem in den Bereichen Mobilität, Abfall, Abwasser und Trinkwasserversorgung. Ketsch könnte für alle Förderschwerpunkte erhöhte Förderquoten beantragen: von der Einführung von Energiemanagementsystemen, eine intelligente Verkehrssteuerung bis hin zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur und anderen Maßnahmen rund um das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz.
SPD fordert Teilnahme am Klimaschutzprojekt
Monika Maier-Kuhns Bericht über das Klimaschutzprojekts des Bundes überzeugten die SPD Ketsch so sehr, dass die SPD Ketsch die Gemeinde auch auffordert, an diesem Projekt teilzunehmen. Da die Teilnahme vom Bund fast zu 100% finanziert wird, findet die SPD Ketsch, dass die Gemeinde bei dieser Chance nicht zögern sollte. Dazu gehören auch naturfreundliche Maßnahmen wie die Einführung oder Anschluss an ein Mehrweg-Pfandsystem für Coffee-to-go-Becher, Ökologische und Biologische Hundetüten. Genauso aber auch die Einrichtung von Umweltzonen für Ketsch oder die im letzten Jahr von der SPD eingebrachte, aber durch Verwaltung und die andere Fraktionen aufgrund von Unrentabilität abgelehnte, Einführung von NextBike Stationen für Ketsch.

Die Gemeinde Ketsch als Vorbild

„Die Liste an Möglichkeiten und Ideen der SPD Ketsch ist lang die wir in Ketsch dahingehend angehen könnten, allerdings ist die Frage der Finanzierung immer im Raum und meist auch das größte Hindernis. Wenn Ketsch es schafft sein eigenes integriertes Klimaschutzkonzept zu erarbeiten, könnte man über die angesprochenen Fördermaßnahmen vieles verwirklichen und diverse Probleme lösen.“ so Gemeinderat Gerhard Weixler und Kandidatin Karin Straßburger.
Die Gemeinde Ketsch ist schon Mitglied der KLiBa Rhein Neckar und kann sich dahingehend kostenfrei über Maßnahmen und Möglichkeiten informieren lassen.

Klimaschutz geht alle an

Die Fridays for Future Demonstrationen setzen wöchentlich ein starkes Zeichen für mehr Klimaschutz. Doch es reicht nicht, junge Menschen nur für ihr Engagement zu loben. Wir müssen zusammen mit ihnen an einer klimafreundlichen Zukunft arbeiten. Unser wirtschaftlicher Wohlstand und der Klimaschutz müssen zukünftig Hand in Hand gehen.

Die ökologische Frage lässt sich nicht von der sozialen Frage trennen, denn die Folgen des Klimawandels treffen zuerst die Schwächsten. Deshalb zielen wir im Klimakabinett auf einen verbindlichen und klaren Plan zur Reduzierung der Treibhausgase ab. Eine konkrete Maßnahme für den Klimaschutz fordert Katarina: preiswerte öffentliche Verkehrsmittel in ganz Europa. Wann immer jemand Bus und Bahn wählt und nicht Auto oder Flugzeug, gewinnt das Klima.

 

Umweltschutz und starke Wirtschaft. Europa kann beides!

Können wir Klima und Umwelt schützen? Und gleichzeitig eine starke Wirtschaft haben mit guten Jobs – damit alle gut leben können? Nicht einfach. Aber es geht, wenn wir es gemeinsam machen. Denn auch das Klima macht nicht an Grenzen halt. Darum wollen wir, dass Energie und der Verkehr ohne Emissionen auskommen. Und dass viel mehr noch recycelt wird, damit kostbare Rohstoffe nicht auf dem Müll landen. Eine Landwirtschaft, die unsere Umwelt schützt – und nicht ausbeutet. Gemeinsam schaffen wir das. Und mit guten Ideen und Erfindergeist können wir vorne liegen, Lösungen und Produkte entwickeln, die auch andere brauchen. So gehen eine saubere Umwelt und wirtschaftlicher Erfolg mit guten Jobs zusammen. Beides ist wichtig, damit auch unsere Kinder und Enkel noch gut leben können.

Mehr Klimaschutz

Wir wollen den europäischen Beitrag für das Klimaschutzabkommen von Paris weiter erhöhen: statt 40 % wollen wir 45 % weniger Emissionen bis 2030 schaffen. Das geht, wenn wir mehr erneuerbare Energien einsetzen und die Energieeffizienz steigern. Und für das schädliche CO2 werden wir einen Preis einführen, damit es sich wirtschaftlich lohnt, sparsam zu sein. Forschung und Entwicklung von neuer, sauberer Autotechnik werden wir mehr fördern.

Weniger Plastik

Bereits jetzt ist in Europa geplant, bestimmte Produkte aus Einwegplastik zu verbieten. Wir wollen die Liste erweitern um überflüssige Plastikverpackungen. Und es geht darum, dass noch deutlich mehr Verpackungen recycelt werden können. Das können wir mit einer veränderten Richtlinie verbindlich machen. Das schädliche Mikroplastik in Kosmetika wollen wir ganz verbieten.

Bessere Landwirtschaft

Unser Ziel ist eine Landwirtschaft, die keine Böden vergiftet. Mit artgerechter Tierhaltung und dem Schutz von Pflanzen, Insekten und der Natur. Darauf wollen wir die EU-Agrarförderung stärker ausrichten. Mit einem EU-Naturschutzfonds wollen wir landwirtschaftliche Betriebe zusätzlich unterstützen, wenn sie wirksam die Umwelt schützen. Damit wir schnell das massive Insektensterben stoppen – und den Verlust unserer biologischen Vielfalt.

„Unsere Jahrhundert-Aufgabe“

„Wir alle, aber auch unsere Kinder und Enkel haben Anspruch auf eine gesunde Umwelt: saubere Luft, Gewässer und Böden, gesundes Klima. Gemeinsam können wir das schaffen – und eine bessere Welt hinterlassen als wir sie vorgefunden haben. In Europa entwickeln wir Lösungen, die Vorbild sein können für andere. So gehen Wirtschaftskraft und Umweltschutz Hand in Hand. Europa ist stark genug, anderen zu zeigen: Das geht!“

Katarina Barley