Pläne für das Gewann Entenpfuhl müssen verhindert werden!

Erhalt des gesamten Areals  alternativlos

Der Ortsverein der SPD und die angeschlossene SPD Fraktion im Gemeinderat Ketsch stellen sich klar gegen die Planungen, aus dem Gewann „Entenpfuhl“ einen Baggersee mit Kieswerk entstehen zu lassen. Dies hatte man schon gemeinsam mit der Gemeinde Ketsch, der Stadt Schwetzingen und dem Kreis, bis zuletzt 2017, klar zum Ausdruck gebracht. Man konnte daher vom Ende der Planungen ausgehen. Dass dies nicht der Fall war, und nun sogar geplant wird, nahezu doppelt so viele Hektar Wald zu opfern, zeigt die Entschlossenheit der Grün/Schwarzen Landesregierung und der verantwortlichen Personen, aus diesem Stück Natur so viel Profit wie möglich zu schlagen. Hintergrund des größeren Abbaugebietes sind nämlich rein wirtschaftliche Gründe. Das Gelände liegt zwar auf der Gemarkung der Stadt Schwetzingen, Eigentümer ist aber das Land Baden-Württemberg. Ein kleineres Gebiet wäre laut des für den Abbau verantwortlichen Unternehmens nicht wirtschaftlich.

Gegen diesen Abbau sprechen nicht nur der Schutz von Arten, Klima und Natur, sondern auch die mögliche Verschmutzung unseres Trinkwassers. Durch den Bau an sich, die dortigen eingesetzten Maschinen und den erhöhten Verkehr besteht die große Gefahr, dass das angrenzende Wasserschutzgebiet, zu dem das Wasserwerk Schwetzinger Hardt gehört, beeinträchtigt wird .

 

„Es macht fassungslos und wütend, dass man einen ausgewiesenen Wald für Erholung, Klima- und teilweise Bodenschutz einfach platt machen will, sobald sich die Möglichkeit bietet“, so Gemeinderat Ruppert. „Hier geht es nicht darum, einem bestimmten Trend hinterherzulaufen, sondern dass man dem eh schon taumelnden Ökosystem weiter schadet, wenn man solche Entscheidungen einfach akzeptiert.“

Angesichts der Entwicklungen in der Welt und auch im Land müsse man vor allem die verantwortlichen Unternehmen und die Landesregierung endlich verstehen, dass um jedes Fleckchen halbwegs intakter Natur auch vor der eigenen Haustür gekämpft und nach alternativen Rohstoffen gesucht werden muss.

„Dieser Wald ist ein schöner ursprünglicher Mischwald und es wäre eine Schande, diesen in eine Kategorie zu zwingen, die da heißt: Nicht wertvoll für uns!“ so Kreisrätin und Vorsitzende der Schwetzinger SPD Monika Maier-Kuhn bei einer Begehung des Areals.

 

 

Der Ortsverein der SPD Ketsch schließt sich daher dem Bündnis der Umweltorganisationen an und hofft, dass weitere Bürger, Gruppen, Vereine und Parteien folgen.
Vor allem von den örtlichen Parteien, die mit der Landesregierung und dem verantwortlichen Staatssekretär -wie im Wahlkampf zu sehen- eng verbunden sind, fordert man klare Haltung und konsequentes Handeln für dieses Naturgebiet, für Ketsch und für alle betroffenen Kommunen.

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